Ordnung und Gesundheit: Warum Chaos krank macht und dein Zuhause zur Wohlfühloase werden kann
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ordnung und Gesundheit: Warum Chaos krank macht und dein Zuhause zur Wohlfühloase werden kann
- 1.1 Hier kannst du dir die Podcastfolge dazu anhören:
- 1.2 Was Unordnung körperlich in dir auslöst und warum Chaos das Hormonsystem belastet
- 1.3 Das Schlafzimmer als wichtigster Raum für deine Gesundheit – und warum es so oft vernachlässigt wird
- 1.4 Ordnung als Selbstfürsorge: Warum dein Zuhause deine Gesundheit aktiv stärken kann
- 1.5 Drei Schritte, mit denen du dein Zuhause zur Wohlfühloase machst
Selbstfürsorge beginnt nicht im Spa. Sie beginnt in deinen eigenen vier Wänden.
Du kommst abends genervt und ausgebrannt nach Hause und willst eigentlich nur noch etwas Schnelles essen und Serie schauen. Du kommst in die Küche und siehst das Chaos und dir fällt ein: Ach Mist, die Spülmaschine ist noch voll und der Müll stinkt. Die Kiste mit dem Altglas, die immer noch nicht weggeräumt ist. Und statt dass dein Körper runterfährt, spannt er sich noch einmal an. Genervt und hungrig beginnst du dich deinem Schicksal zu fügen und fängst mit der Spülmaschine an und ärgerst dich, warum du es nicht morgens noch schnell erledigt hast, statt am Handy wieder aufgeräumte Wohnungen Reels anzusehen.
Genau das ist ein Thema, das in der Ordnungswelt viel zu selten angesprochen wird: Was Unordnung wirklich mit deiner Gesundheit macht. Und wie sich genau so ein Frust und Stress langfristig krank machen können. Nach diesem Beitrag wirst du dein Zuhause mit anderen Augen sehen.
Hier kannst du dir die Podcastfolge dazu anhören:
Was Unordnung körperlich in dir auslöst und warum Chaos das Hormonsystem belastet
Es gibt einige Studien, die zeigen: Unordnung und dauerhaftes visuelles Chaos haben direkte Auswirkungen auf unseren Herzschlag und unser Hormonsystem, vor allem für Frauen in den Wechseljahren. Erst vor Kurzem hat mir eine Kundin erzählt, dass sie beim Ausmisten oder schon beim Anblick der Chaosbereiche richtig Herzrasen bekommt. Sie dachte erst, dass das die Aufregung ist, aber es hing wirklich mit ihrem Zyklus zusammen. Vielleicht hast du es selbst auch schon mal gemerkt, dass es in bestimmten Zyklusphasen einfach schwieriger wird, Entscheidungen zu treffen oder Chaosbereiche wirklich anzugehen. Wenn nicht, dann achte mal in Zukunft auf dich und was dir dein Körper sagen möchte.
Unser Gehirn verarbeitet ständig, was die Augen sehen. Wenn überall im Raum offene To-dos sichtbar sind, wie unerledigte Aufgaben oder volle Flächen, dann bleibt das Nervensystem in einem leichten Dauerstress. Denn unbewusst signalisieren dir genau diese Bereiche ständig, wie ein kleiner Wichtel, der winkt und sagt: Hey, hier müsste mal wieder aufgeräumt werden, hast du mich nicht gesehen?
Im Hintergrund läuft also permanent ein leises Alarmsystem, das irgendwann leider zur Routine wird. Chaos gesehen, Stress ausgelöst, Panik aktiviert, und dann geht die Dauerschleife wieder von vorne los: Was zuerst anfangen, was umsetzen, damit es endlich aufhört? Und das Hamsterrad wird schon richtig heiß, denn in dem befindest du dich seit Monaten, wenn nicht sogar schon seit Jahren.
Und wer dauerhaft auf diesem Energieniveau läuft, merkt irgendwann: Die Erschöpfung hat eine neue Qualität bekommen. Man schläft, aber erholt sich nicht wirklich. Man hat frei, aber kommt nicht wirklich runter.
Dazu kommt noch etwas, das ich in meiner Arbeit als Ordnungscoach sehr oft beobachte: Unordnung erzeugt Konflikte und jede Menge Streitthemen, die dann auch noch dazu führen, dass man genervt, traurig und dauergestresst ist. Und das schwächt zusätzlich dein Immunsystem. Und so wird dein Zuhause leider nicht mehr zum Wohlfühlbereich, sondern zu einem Chaosraum, aus dem du nicht mehr rauskommst.
Das Schlafzimmer als wichtigster Raum für deine Gesundheit – und warum es so oft vernachlässigt wird
Wenn ich mit Kunden arbeite und frage, welcher Raum bei ihnen am wenigsten Aufmerksamkeit bekommt, ist die Antwort fast immer dieselbe: das Schlafzimmer. Ich bin dann immer erstmal innerlich geschockt, weil das Schlafzimmer doch die erste Ruheoase ist, die wir ganz unbewusst nutzen. Und wenn ich an mein Schlafzimmer denke, ist das schon immer mein Vorzeigeraum. Gut, das liegt auch daran, dass es gleich neben der Eingangstür ist. (lach)
Aber leider bekommen andere Räume viel mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist das Schlafzimmer der wichtigste Raum für die Gesundheit überhaupt. Schlaf ist keine passive Zeit, Schlaf ist der Moment, in dem sich der Körper regeneriert, das Immunsystem arbeitet, das Gehirn verarbeitet und du dich erholst. Und wenn dieser Raum von Stapeln, Wäschekörben und visueller Unruhe umgeben ist, dann kann er diese Funktion leider nicht erfüllen.
Das Schlafzimmer sollte ein Kraftort sein. Deshalb gibt es hier gleich die erste Aufgabe: Geh mal in dein Schlafzimmer, schau dich um und spür in dich rein. Kannst du gut schlafen und fühlst dich wohl? Dann hast du auf jeden Fall schon deine Wohlfühloase Schlafzimmer gestaltet. Gibt es aber doch die eine oder andere Ecke, die dich nervt, dann solltest du diese auf jeden Fall angehen. Du lebst nur einmal, und Schlaf ist, das wissen wir, die Basis für einen guten Tag, auch wenn er stressig ist.
Frag dich was dein Schlafzimmer in dir auslöst!
Ordnung als Selbstfürsorge: Warum dein Zuhause deine Gesundheit aktiv stärken kann
Ich möchte Ordnung, freie Flächen und dein Zuhause mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Vielleicht liest du das gerade in einer kurzen Pause und fragst dich, unabhängig von Instagram und diesen Vorzeige-Räumen: Wie sieht eigentlich für dich das Zuhause aus, das dich entspannen lässt? Ist es das Hotelzimmer, das du erst vor Kurzem besucht hast und das sofort in dir ausgelöst hat: Wow, hier kann ich endlich mal wieder gut schlafen. Und wenn das so war, dann frag dich mal, was in diesem Zimmer anders war. Die Farbe an der Wand, das große Bett, das frisch gemachte Bett, oder einfach schon allein der Gedanke, dass du hier nicht aufräumen musst.
Wer Ordnung schafft, weil er mehr Energie haben will und weiß, dass ein ruhiges Zuhause und freie Flächen ihn stärken, der hat eine ganz andere Motivation als jemand, der aufräumt weil er muss und keinen Sinn darin sieht.
Und genau dieses Warum macht den entscheidenden Unterschied. Es macht aus einem nervenaufreibenden Projekt eine bewusste, fast therapeutische Handlung und in jedem Fall einen kleinen Akt der Fürsorge für sich selbst. Und das sage ich meinen Kunden auch immer. Hinzu kommt auch noch, dass wir ja für diese Räume Geld bezahlen, in Form von Miete oder vielleicht einem gekauften Haus, und genau das sollten wir wertschätzen.
Das bedeutet nicht, dass alles sofort perfekt sein muss. Aber es lohnt sich, ehrlich hinzuschauen: Wie fühle ich mich in meinen Räumen? Gibt es Bereiche, die mir Energie rauben statt geben? Wo möchte ich anfangen?
Drei Schritte, mit denen du dein Zuhause zur Wohlfühloase machst
Schritt 1: Dein persönliches Warum für Ordnung finden
Nicht „Ich will aufräumen weil es ein Chaos ist“. Sondern tiefer und vor allem ehrlicher: Wie soll es sich anfühlen, wenn du nach Hause kommst? Was soll dieser Raum dir geben? Mehr Ruhe und mehr Energie, oder einfach endlich einen besseren Schlaf? Dieses Bild im Kopf ist echter Antrieb. Ganz unabhängig davon, wie ordentlich deine Kinder sind oder welches Ordnungsverständnis dein Partner hat. Hier und jetzt geht es einzig und allein um dich und deine Gesundheit in Verbindung mit deinen Räumen und den vielleicht noch bestehenden Chaosbereichen.
Schritt 2: Mit dem Schlafzimmer starten und Ordnung für besseren Schlaf schaffen
Ja, ich weiß, kein leichtes Projekt, aber es hat die größte Auswirkung auf dein Wohlbefinden. Und hier möchte ich auch noch einmal aus vollem Herzen appellieren: Dein Schlafzimmer ist wirklich ein Raum, den du als Erstes angehen solltest. Wenn du ihn als Abstellkammer nutzt, dann mach heute eine Entscheidung: Räum den Krempel weg und gib dir selbst eine zeitliche Begrenzung, bis wann es fertig sein darf.
Schon eine freie Ablage, dein aufgeräumter Nachttisch und frische Bettwäsche können den Unterschied machen. Eine Bitte: Du musst dich jetzt nicht gleich in deinen Kleiderschrank stürzen, denn der hat ja meistens auch eine Schranktür. Dieser Beitrag soll dich einfach bestärken, kleine Bereiche, die mit Chaos bestückt sind, freizuräumen. Auch Freunde und Bekannte, die mein Schlafzimmer in meinen Videos sehen, sagen immer: Dein Schlafzimmer ist wie im Hotel, da möchte man sich am liebsten reinlegen und endlich mal durchschlafen und ausspannen.
Schritt 3: Kleine Erfolge feiern und Selbstmotivation aufbauen
Wer seine Fortschritte wahrnimmt und anerkennt, baut sich eine Eigenmotivation auf, die von außen niemand geben kann. Denn das gehört auch zur Selbstfürsorge. Diese Übung mache ich auch immer nach einigen Wochen mit meinen Kunden. Notiere dir doch einmal in der Woche einen Perspektivwechsel, also zum Beispiel: Schreib dir immer am Wochenende auf, was du unter der Woche alles geschafft hast, und leg den Fokus nicht immer auf die Dinge, die du wieder mal nicht geschafft hast. Du wirst erstaunt sein, was du doch alles geschafft hast, und durch diesen veränderten Blickwinkel bekommst du ganz neue Motivation. Denn innerlich schaffst du so viel mehr Bewusstsein für die Dinge, die dir leicht fallen, die du bereits als Routine umsetzt und die dir auch die richtige Richtung weisen, zum Entspannen und auch endlich mal wieder ein bisschen mehr auf deinen Körper zu hören.
Gemeinsam dein Zuhause leichter machen
Im Workshop Frühlingsenergie gehen wir diese Themen gemeinsam an. Du bekommst konkrete Aufgaben, wie du das Ganze für dich und deine Räume langfristig ändern kannst. Wir starten Ende Juni in eine neue Runde.
Jetzt zum Workshop anmeldenDein Zuhause soll dir Kraft geben. Es soll der Ort sein, an dem du auftankst, nicht der Ort, an dem dein Akku weiter geleert wird. Das darf deine Grundvoraussetzung für dein Wohlbefinden sein. Nutze deine Räume wie eine Wellnessoase. Gib ihnen die Chance, dich zu unterstützen und zu entspannen.

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